Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Chad Hoopes erhielt den Publikumspreis der Hamburger Reederei F. Laeisz«

Geschrieben von Horst Grenz am 7. Januar 2012

34 junge Solisten und 10 Ensembles haben sich auch 2011 wieder bei den 35 „Junge Elite“-Konzerten um die begehrten Nachwuchspreise der Festspiele MV beworben. Nach der Bekanntgabe der Preisträger des NORDMETALL-Ensemble-preises und des einmaligen Dirigentenpreises im Dezember 2011 stehen nun auch die weiteren Preisträger der Festspielsaison 2011 fest: Den WEMAG-Solistenpreis erspielte sich der amerikanische Pianist Conrad Tao mit einem Klavierabend in Stolpe. Ebenfalls aus Amerika stammt der Geiger Chad Hoopes, der in Nossentin, begleitet von Mara Mednik am Klavier, die Herzen der Konzertbesucher gewann und nun den von der Reederei F. Laeisz gestifteten Publikumspreis bekommt. Die Preisträger 2011 sind in der kommenden Saison in Konzerten zu erleben, bei denen dann auch die Preise verliehen werden. Die Konzerttermine werden im Februar mit dem Gesamtprogramm 2012 veröffentlicht.


Chad-Hoopes, Foto: (c) Donna Wheatley

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Mit Chad Hoopes und Conrad Tao bereichern zwei höchst talentierte junge Musiker aus den USA unsere internationale Preisträgerfamilie. So können die Besucher der Festspiele MV die mit Sicherheit spannenden Karrieren dieser beiden Ausnahmetalente bei uns hautnah mit verfolgen.“

Der mit 5.000 Euro dotierte Solistenpreis wird seit 1995 verliehen und seit 2008 von der WEMAG AG gestiftet. Zu den bisherigen Solisten-Preisträgern gehört u. a. der Klarinettist Matthias Schorn, der an diesem Wochenende (Sa. 7.1., 16:00 Uhr; So. 8.1., 15:00 Uhr) mit dem aus Wiener Philharmonikern bestehenden Ensemble Theophil die Neujahrskonzerte im Schloss Ulrichshusen spielt .

Der 1994 geborene chinesisch-amerikanische Pianist Conrad Tao widmet sich auch noch der Geige und ist als Komponist erfolgreich. Er studiert in New York Klavier bei Yoheved Kaplinsky an der Juilliard Pre-College Division und Violine bei Catherine Cho an der Juilliard School sowie Komposition bei Christopher Theofanidis an der Yale University. Conrad Tao gewann zahlreiche Preise, u. a. beim Juilliard Pre-College Gina Bachauer Piano Competition und beim Prokofiew Concert Competition. Für seine Bestrebungen, Jugendlichen klassische Musik näher zu bringen, erhielt er den Davidson Fellow Preis des Davidson Institute for Talent Development. Conrad Tao spielte Solorezitale in renommierten Konzertzentren in Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko und Chile sowie u. a. beim Mostly Mozart Festival in New York, dem Singapore Sun Festival, dem Festival del Sole Napa Valley, dem Festival of the Arts BOCA und beim Russian National Orchestra Festival im Bolschoi Theater in Moskau. Er konzertierte mit bedeutenden Klangkörpern wie dem Philadelphia Orchestra, dem Russian National Orchestra, der San Francisco Symphony und dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Mikhail Pletnev, Leonard Slatkin und Jaap van Zweden zusammen. Seine Kompositionen erhielten zahlreiche Auszeichnungen und werden regelmäßig von renommierten Künstlern aufgeführt.

Für den Publikumspreis bewerten die Besucher der „Junge Elite“-Konzerte die Künstler per Abstimmungskarten in den Kategorien Technische Fertigkeit, Interpretation und Persönliche Ausstrahlung. 2004 gewann die Geigerin Veronika Eberle den Preis, die 2012 als Preisträgerin in Residence die Festspiele MV prägen wird. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird von der Reederei F. Laeisz gestiftet.

Der ebenfalls 1994 geborene Amerikaner Chad Hoopes spielte im Sommer 2011 auf Empfehlung von Daniel Hope bei den Festspielen MV. Der junge Geiger lebt in Cleveland und studiert bei David Cerone am Cleveland Institute of Music. Er gewann bereits zahlreiche bedeutende Preise, u. a. beim Yehudi Menuhin International Violin Competition. Chad Hoopes gab bereits ein Rezital beim Menuhin Festival in Gstaad, spielte ein Gala-Konzert mit dem National Arts Centre Orchestra unter Pinchas Zukerman und konzertierte mit so herausragenden Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, der San Francisco Symphony, dem Minnesota Orchestra, dem Pittsburgh Symphony, dem Orchestra of the Welsh National Opera, dem Brüsseler Kammerorchester und dem Trondheim Symphony Orchestra.

Im Dezember 2011 hatten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bereits einige Preisträger bekannt gegeben: Der NORDMETALL-Ensemblepreis würdigt mit Daniela Koch (Flöte), Philipp Bohnen (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola) und Emmanuel Ceysson (Harfe) vier junge Musiker, die ihre Fähigkeit zum Ensemblespiel 2011 bei unterschiedlichen Kammermusikprojekten in besonderem Maße bewiesen haben. Der einmalige, von Nordex gestiftete Dirigentenpreis geht an Alondra de la Parra und Cornelius Meister.

Die Förderung von Nachwuchsmusikern bildet seit Gründung eine tragende Säule der Festspiele MV: Junge vielversprechende Musiker werden zu Konzerten in der Reihe Junge Elite eingeladen und sind damit Anwärter auf den Ensemble- oder Solisten- sowie den Publikumspreis. Einmal ausgezeichnet, kehren die Preisträger auch noch als berühmte Künstler immer wieder zu den Festspielen MV zurück, wie z. B. Daniel Müller-Schott, Julia Fischer oder Daniel Hope. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de

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Elbphilharmonie und Laeiszhalle: »Hören, was im Februar 2012 kommt!«

Geschrieben von Horst Grenz am 4. Januar 2012

Mit »Sounds of Israel« steht der Februar wieder einmal ganz im Zeichen eines spannenden Elbphil-harmonie-Festivals: Vom 11. bis 19. Februar präsentieren Stars und Newcomer aus Israel die lebendige Musikszene ihrer Heimat. Weitere Informationen finden Sie in dem beiliegenden Flyer.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und der Violinist Christian Tetzlaff wurden bei ihrem Konzert Anfang Dezember mit Standing Ovations gefeiert. Wenige Tage, nachdem Christian Tetzlaff am 30. Januar mit Bachs Solosonaten und Partiten seine Residenz bei den Elbphilhar-monie Konzerten beschließt, schaut das exzellente Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Paavo Järvi erneut in der Laeiszhalle vorbei. In ihrem Gepäck: Werke von Schumann und Brahms.

Liederabende versprechen in der Regel besonders intime und stimmungsvolle Momente, näher kann man einem Künstler kaum kommen. Mit Christoph Prégardien und Ian Bostridge sind im Februar gleich zwei Weltklasse-Tenöre in der Laeiszhalle zu Gast. Im Mittelpunkt stehen Schuberts berühmter Liederzyklus »Winterreise« (Prégardien) und die großen Romantiker Schumann und Brahms (Bostridge).

Freunde des Klavierspiels kommen am 21. Februar auf ihre Kosten, wenn Lang Lang, präsentiert von ProArte, sich wieder einmal die Ehre gibt. Weitere Informationen: www.elbphilharmonie.de

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Festspielfrühling auf Rügen: »13 Konzerte an den schönsten Orten – Hotelarrangements – hochkarätige Künstler«

Geschrieben von Horst Grenz am 3. Januar 2012

Vom 16. bis zum 25. März 2012 veranstalten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern erstmalig den „Festspielfrühling Rügen“ auf Deutschlands größter Insel. Unter der Künstlerischen Leitung des Fauré Quartetts finden 13 Konzerte an den schönsten Orten auf der ganzen Insel statt. Konzertkarten können einzeln oder im Arrangement mit Hotelübernachtungen und Menü gebucht werden.


Fauré-Quartett, Foto (c) Monika Lawrenz

Der im August 2011 gestartete Vorverkauf läuft mit sehr guter Resonanz. Einige Konzerte wie die Eröffnung „Frühlingserwachen“ mit dem Fauré Quartett (16.03.) und der musik-literarische Abend mit Alfred Biolek (17.3.) in Putbus sowie die Matinee mit Brunch auf der Seebrücke Sellin (18.3.) sind bereits so gut wie ausverkauft. Weitere Höhepunkte sind der Klavierabend von Martin Stadtfeld im Kurhaus Binz (20.03.), der Auftritt der NDR Bigband in Rügens größter Turnhalle in Göhren (23.03.) und das Abschlusskonzert in Putbus, bei dem der bekannte Schauspieler Sky du Mont dem „Karneval der Tiere“ seine Stimme leiht (24.03.).

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Die positive Resonanz auf unser Pionierprojekt und der gute Vorverkauf freuen uns sehr. Für Musik- und Naturliebhaber bietet der Festspielfrühling den perfekten Anlass für einen Ausflug auf diese wunderschöne Insel.“

Auch die Mitglieder des Fauré Quartetts freuen sich auf den Festspielfrühling: „Rügen ist eine der schönsten Ecken Deutschlands! Die atemberaubende Landschaft der Insel, die stimmungsvollen Spielstätten, hochkarätige Künstler und ein abwechslungsreiches Programm werden jedes einzelne Konzert zum unverwechselbaren Erlebnis machen!“

Karten für die Konzerte, das Programm des Festspielfrühlings sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.

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St. Lapland, Kuusamo: »Sauna, Wildnisabenteuer, Naturfotografie und mehr…«

Geschrieben von Horst Grenz am 29. Dezember 2011

Kuusamo – weit weg vom pulsieren-den Leben Mitteleuropas … Hier im Norden Finnlands bilden 8 Familien-unternehmen das »Netzwerk St. Lapland«. Ob Sommervergnügen oder Winterabenteuer: alle Gast-geber bieten vielseitige Outdoor-Aktivitäten.

Wer sich jetzt mit der Vorbereitung einer Reise in die Region Kuusamo befasst, erhält wertvolle Anregungen aus den Bildbänden von Hannu Hautala »Onnen maa – im Land meines Glücks« und »Kalevalaista Luontoa« sowie »Sauna, The Essence of Finland« von Kaijo Taskinen – wird den nahenden Finnlandurlaub hautnah erspüren. Weitere Informationen: www.institut50plus.de

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StockholmDays – Kjell Nordström: »Leben im globalen Dorf«

Geschrieben von Horst Grenz am 27. Dezember 2011

Im Rahmen der diesjährigen StockholmDays referierte Kjell Nordström vor über 180 Tourismus-experten aus aller Welt zum Thema »Leben im globalen Dorf«. Dr. Kjell A. Nordström ist derzeit einer der gefragtesten Management-Vordenker und internationaler Bestseller-Autor. Er lehrt am Institute for International Business, der Stockholm School of Economics.

Für viele seiner Zuhörer waren seine Statements eine Herausforderung, er stellte überholte Denkstrukturen in Frage – seine provozierenden Denkansätze zu den Themenkreisen Lebensstil, Arbeitsstil, Konsumstil und Kommunikationsstil boten auch den Touristikern viel Gesprächsstoff.

Das Institut50plus weist in diesem Zusammenhang auf seine Bücher »Funky Business« und »Karaoke Capitalism« (zusammen mit Jonas Ridderstråle) hin, die bislang in 35 Sprachen übersetzt wurden. Im folgenden stellen wir das Buch »Funky Business« vor:

Marx hatte Recht. Die Arbeiter kontrollieren die Produktionsmittel. Denn das Produktionsmittel der Zukunft ist unser Gehirn. Kreative Köpfe bringen das Kapital zum Tanzen. Unternehmen sind nur erfolgreich, wenn die Leute dort anders denken können. Business as usual ist langweilig. Doch wo es langweilig ist, da wollen die guten Leute nicht arbeiten – und die Kunden nichts kaufen. Funky Business. Langeweile wird für Unternehmen zur Todesursache Nummer 1. Wenn es keinen Spaß mehr macht, machen wir einfach etwas anderes. Denn kluge Köpfe brauchen Freiraum für neue und spannende Ideen. Dafür darf es ruhig ein bisschen schneller gehen. Aber morgen muss etwas Neues passieren. Funky Times. Funky Village. Technologien, Institutionen und Werte wandeln sich permanent. Das Ergebnis: ein turbulentes globales Dorf, in dem nomadisierende Stämme ständig neue Beziehungen knüpfen. Doch die Stämme von heute definieren sich über ihren Stil: Lebensstil, Arbeitsstil, Konsumstil, Kommunikationsstil. Funky Inc. Unsicherheit und Zukunftsangst – mehr hat die satte Selbstgefälligkeit traditioneller Großunternehmen ihren Mitarbeitern kaum hinterlassen. Wie wird sich die Funky Inc. der Zukunft von den bürokratischen Dinos unterscheiden? Funky U. Und wo bitte bleibt in diesem ganzen Spiel der Mensch?

Im Mahlstrom des Wandels suchen wir nach Verständnis, nach irgendeinem Sinn, nach neuen Einsichten und nach Möglichkeiten, uns und unsere Fähig-keiten weiterzuentwickeln. Weitere Informationen: www.m-vg.de/redline

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Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: »Preise an junge Musiker und Dirigenten«

Geschrieben von Horst Grenz am 26. Dezember 2011

34 junge Solisten und 10 Ensembles haben sich auch 2011 wieder bei den 35 Junge Elite-Konzerten um die begehrten Nachwuchspreise der Festspiele MV beworben. Zum Ensemble-, Solisten- und Publikumspreis kommt in diesem Jahr einmalig ein Dirigentenpreis hinzu.

Der mit 10.000 Euro dotierte Ensemblepreis der NORDMETALL-Stiftung würdigt in diesem Jahr nicht ein bestehendes Ensemble, sondern vier junge Musiker, die ihre Fähigkeit zum Ensemblespiel 2011 bei unterschiedlichen Kammermusikprojekten in besonderem Maße bewiesen haben: Philipp Bohnen (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola) und Emmanuel Ceysson (Harfe) beim Kammermusikfest in Hasenwinkel und Ulrichshusen sowie Daniela Koch (Flöte) bei einem Konzert mit jungen Musikern der New Yorker Academy of Carnegie Hall in Benz auf Usedom.


Alondra de la Parra, Foto: (c) Brian Hatton

Der mit 10.000 Euro dotierte Dirigentenpreis wird von Nordex gestiftet und geht zu gleichen Teilen an Alondra de la Parra, die in Klütz die Norddeutsche Philharmonie Rostock und in Greifswald die Kammerakademie Potsdam dirigierte, und Cornelius Meister für seinen Auftritt mit dem NDR Sinfonieorchester und Daniel Hope in der
Konzertkirche Neubrandenburg.

Dr. Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele MV: „Die Kammermusik-Projekte mit unseren Preisträgern sowie europäischen und amerikanischen Nachwuchskünstlern sind ein Herzstück unseres Programms. Dabei haben uns in diesem Jahr Daniela Koch, Philipp Bohnen, Wen Xiao Zheng und Emmanuel Ceysson mit ihrem Können und der Fähigkeit in ganz unterschiedlichen Besetzungen zu spielen so überzeugt, dass wir dies mit dem Ensemblepreis würdigen. Bei den jungen Dirigenten 2011 haben sich Alondra de la Parra und Cornelius Meister dermaßen hervorgehoben, dass wir uns entschlossen haben, dafür einmalig einen Dirigentenpreis zu vergeben.“ Weitere Informationen: www.musikfest-mv.de

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Perle an der Newa: »St. Petersburg, gegründet von Peter dem Großen, hat seinen Glanz als einstige Zarenresidenz bis heute bewahrt«

Geschrieben von Horst Grenz am 26. Dezember 2011

Im Juni 2012 erscheint im Verlags-haus Würzburg ein wundervoller Bildband: St. Petersburg. Die ehemalige Hauptstadt des russischen Reiches, wurde erst 1703 von Peter dem Großen gegründet und konnte seinen Glanz als einstige Zaren-residenz bis heute bewahren. Der Stadtgründer und seine Nachfolger holten die besten europäischen Baumeister an die Newa, die prächtige Paläste und monumentale Kathedralen von barocker Pracht und klassizistischer Schönheit entstehen ließen.

Die Newa ist Wiege und Schicksal St. Petersburgs. Doch sie bringt keine verheerenden Überschwemmungen und Fieber mehr mit sich. In ihrem granitenen Bett hat sie zur Ruhe gefunden. Statt die Newa, ihre Nebenflüsse und Kanäle weiterhin zu hassen und zu verfluchen, haben die St. Petersburger die blauen Wassergirlanden längst in ihr Herz geschlossen. Und regelrecht herausgeputzt. Von den vielen eisernen Geländern an den Ufern ähnelt keines dem anderen. So treibt jedes sein eigenes Licht-Spiel mit Häusern, Palästen und Passanten.

Über dreihundert Brücken, vergoldete Kuppeln und Turmspitzen spiegeln sich in den Flüssen und Kanälen der Stadt. Das „Venedig des Nordens“ ist wie sein italienisches Gegenstück auf Millionen von Pfählen im sumpfigen Gebiet des Fluss-Deltas gegründet. Zeugen die Palais und Sommerresidenzen von der Macht der Zaren kann man in den Seitengassen und Hinterhöfen das St. Petersburg Dostojewskijs wiederfinden.

Der Newskij Prospekt ist die Lebensader der Stadt, hier stehen die schönsten Fassaden, das größte Kaufhaus, das nobelste Hotel, das berühmteste Café, hier sammelt sich Geschichte und Geschichten, begegnen sich Menschen. In der Umgebung der einstigen Hauptstadt locken die Sommerresidenzen der Zaren: Peterhof, Pawlowsk und der Katharinenpalast mit dem nachgebauten Bernsteinzimmer. Weitere Informationen: www.verlagshaus.com

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Bremer Philharmoniker: »Teuflisch feuriges Neujahrskonzert«

Geschrieben von Horst Grenz am 26. Dezember 2011

Das neue Jahr begrüßen die Bremer Philharmoniker mit einem wahrhaft feurigen „prosit!“. An drei Konzertabenden wird Dirigent Mario Venzago mit Orpheus, Mephisto und Teufelsgeiger Paganini die Dämonen des vergangenen Jahres vertreiben und die guten Geister des neuen Jahres beschwören.

„Am Anfang eines neuen Jahres stellt sich doch fast jeder leicht bang die Frage, ob es das Schicksal gnädig mit einem meint. Verscheuchen wir diese sinnlosen Sorgen!“ fordert Mario Venzago sein Publikum auf. „Die Musik und ihre Zauberkraft wird die bösen Geister am Wegesrand einfach verjagen.“ Teufelsgeige und Engelsklänge möchte Venzago beschwören und mit Saint Saens´ „Danse Macabre“ und Ravels „Valse“ das Orchester auf dem Rande des Vulkans tanzen lassen. Der russische Pianist Nikolai Tokarev, dem Musikjournalisten Hexerqualitäten bescheini-gen, ist da genau der richtige Mann an seiner Seite. Tokarevs Interpretationen von Rachmaninovs und Liszts Klavierkonzerten überzeugte Kritiker und Publikum gleichermaßen und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Auf dem Programm stehen Werke von Jacques Offenbach (1819-1880), Carl Binder (1816-1860), Franz Liszt (1811-1886), Sergej Rachmaninov (1873-1943), Richard Wagner (1813-1883), Camille Saint-Saëns (1835-1921), Jean Sibelius (1865-1957) und Maurice Ravel (1875-1937). Solisten: Nikolai Tokarev, Klavier und Anette Behr-König, Violine. Der Dirigent: Mario Venzago. Es spielen die Bremer Philharmoniker. Weitere Informationen: www.bremerphilharmoniker.de

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Späte Liebe eines Grandseigneurs – Seit 10 Jahren bei der Sächsischen Staatskapelle: Georges Prêtre feiert mit Werken von Schubert und Mahler sein 10-jähriges Jubiläum am Pult der Sächsischen Staatskapelle

Geschrieben von Horst Grenz am 17. Dezember 2011

»Merci Maitre. Was für ein Abend! Was für Interpreten! [..]Nur wer dabei war, kann es fassen.« So schwärmte der Berliner Tagesspiegel im Januar 2002 über ein Gastkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Georges Prêtre in der Berliner Philharmonie.


Georges Pretrec, Foto (c) Matthias Creutziger

Auf dem Programm des Konzertes standen die erste Symphonie von George Bizet und Gustav Mahlers erste Symphonie »Titan«. Wenige Tage zuvor hatte Prêtre mit dem gleichen Programm sein Debüt am Pult der Staatskapelle gegeben – mit drei Konzerten in der Dresdner Semperoper. Diese Zusammenarbeit, die in wenigen Wochen genau zehn Jahre zurückliegt, legte den Grundstein zu einer gewachsenen und inzwischen tiefen Freundschaft zwischen Orchester und dem französischen Dirigenten, deren Früchte seither nicht nur in Dresden, sondern auch in den großen Musikmetropolen Europas zu erleben war, darunter im Wiener Musikverein, der Mailänder Scala und dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées.

Prêtre, der gerne als »Maestro 100.000 Volt» bezeichnet wird, zählt zu den beliebtesten Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In den gemeinsamen Konzerten hat er vor allem die großen Werke der französischen Symphonik dirigiert. Aber auch mit Kompositionen von Beethoven, Wagner, Strauss und Bartók hat er sein Publikum wie auch die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle immer wieder von neuem begeistert.

Für sein Jubiläumskonzert in der Semperoper (18. – 20. Dezember 2011) hat sich Prêtre nun die »Unvollendete« von Schubert sowie erneut die erste Symphonie von Gustav Mahler ausgesucht – und führt damit das Mahler-Jahr zu einem würdigen Abschluss. Weitere Informationen: www.staatskapelle-dresden.de

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Institut50plus: »Wird Weihnachten tatsächlich unterm Weihnachtsbaum entschieden?«

Geschrieben von Horst Grenz am 8. Dezember 2011

Mit einer der ältesten Aufnahmen des Gewandhausorchesters („Festliches Prä-ludium op. 61 für großes Orchester und Orgel“ von Richard Strauss) begann am 2. Dezember die Veröffentlichung der „Edition Gewandhausorchester“, die ab sofort in den Fachgeschäften erhältlich ist.

Das Gewandhausorchester öffnet hier zum ersten Mal in größerem Maßstab seine musikalischen Schatzkammern und veröffentlicht gemeinsam mit dem Mitteldeut-schen Rundfunk und dem Deutschen Rundfunkarchiv historische Live-Aufnahmen in einer einzigartigen CD-/Buch-Edition, die zahlreiche Raritäten aus der Rundfunk-geschichte und dem Konzertleben des Gewandhausorchesters zu Tage fördern wird.

Die „Edition Gewandhausorchester“, die bei querstand, dem Klassiklabel der Verlagsgruppe Kamprad, in aufwändiger Ausstattung erscheint, bietet hörbare Eindrücke aus der Geschichte des Gewandhausorchesters: Die erstmals digital verfügbaren ungeschnittenen Liveaufnahmen machen das klingende Gedächtnis des Gewandhausorchesters einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Das historische Musik- und Bildmaterial erlaubt eine einzigartige Dokumen-tation, die das Gewandhausorchester in seinen drei Wirkungsstätten (Gewandhaus, Oper, Thomaskirche) zeigt und hörbar werden lässt. Die üppig bebilderten Begleitbücher werden, gemeinsam mit den CDs, zu einem spannen-den Stück Musik-, Radio-, und Technik-geschichte. Informative Texte betten die Aufnahmen in das jeweilige gesellschafts- und kulturpolitische Umfeld ihrer Entstehungszeit ein. Weitere Informationen: www.gewandhaus.de

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